Herbert Wagner
Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Eisenbahnstr. 52
50189 Elsdorf
Tel.: 02274 7927

 

 

 

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Wissenswertes
zu Schwangerschaftsentstehung, Zyklus und Pille

Das passiert normalerweise jeden Monat m Körper einer Frau:

Mit Beginn der Regelblutung wird die Schleimhaut der Gebärmutter abgestoßen. Durch hormonelle Vorgänge reift gleichzeitig am Eierstock ein Eibläschen heran. Nach 14 Tagen öffnet sich das Eibläschen und die Eizelle "springt" aus dem Bläschen. Die Eizelle wird vom Eileiter aufgefangen und wird durch Bewegungen des Eileiters Richtung Gebärmutter befördert. Findet sich im Eileiter ein Spermium, kann die Eizelle befruchtet werden. In der Gebärmutter angelangt setzt sich eine befruchtete Eizelle in der mittlerweile aufgebauten Gebärmutterschleimhaut fest. Durch einen hormonellen Regelkreis wird verhindert, dass die Schleimhaut abgestoßen wird. - Die unbefruchtete Eizelle kann sich nicht festsetzen und geht ab. Durch hormonelle Regelung wird nach 28 Tagen das Signal gegeben, die Schleimhaut abzustoßen.

 

So entsteht eine Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft kann nur dann eintreten, wenn eine Eizelle befruchtet wird.
Eine Befruchtung kann nur stattfinden, wenn eine Spermium und eine Eizelle zusammen finden und das Spermium in die Eizelle aufgenommen wird.

Die Eizelle springt 14 Tage nach Beginn der Regelblutung aus dem Eifollikel und ist ca. 8-12 Stunden befruchtungsfähig, d. h. in der Lage, ein Spermium in die Zelle aufzunehmen.

Spermien haben eine Lebensdauer von bis zu 120 Stunden (= 5 Tage) und müssen in den Eileiter gelangen, um dort die Eizelle zu befruchten. Hierfür benötigen sie ca. 6-18 Stunden.

Hieraus ergibt sich, dass eigentlich eine Schwangerschaft nur durch Geschlechtsverkehr am 10. - 14. Zyklustag eintreten kann.


Wann bzw. wie kann eine Schwangerschaft eintreten?
Damit eine Schwangerschaft entstehen kann, ist einmaliger normaler Geschlechtsverkehr mit Samenerguss des Mannes in der Scheide erforderlich (siehe unten).

Eine Schwangerschaft kann eintreten, wenn zusätzlich zur Antibabypille ein Antibiotikum eingenommen werden muss.

Eine Schwangerschaft kann eintreten, wenn eine Pille verspätet eingenommen wurde oder ganz vergessen wurde.

Eine Schwangerschaft kann eintreten, wenn die 3-Monatsspritze einen Tag verspätet angewendet wird

Eine Schwangerschaft kann eintreten, wenn die Spirale "verrutscht" ist.

Eine Schwangerschaft kann eintreten, auch wenn man stillt.

Eine Schwangerschaft kann eintreten, wenn ein Kondom nicht richtig angewendet wird.

Wann kann eine Schwangerschaft n i c h t eintreten?
Eine Schwangerschaft kann nicht entstehen durch alleiniges Petting, Küssen, Samenerguss des Mannes außerhalb der weiblichen Scheide.

Eine Schwangerschaft kann nicht eintreten, wenn regelmäßig nach ärztlicher Vorschrift die Antibabypille eingenommen wird.

Eine Schwangerschaft kann nicht eintreten, wenn eine Spirale korrekt in der Gebärmutter befindet.

Eine Schwangerschaft kann nicht eintreten, wenn der Abstand zwischen zwei Injektionen bei der Gabe der 3-Monatsspritze von 3 Monaten nicht überschritten wird.

Eine Schwangerschaft kann nicht eintreten, bei der richtigen Anwendung von Kondomen.

Wann kann eine Schwangerschaft nachgewiesen werden?
Eine Schwangerschaft ist frühestens am Tag des Ausbleibens der Regelblutung (durch Blutentnahme) nachweisbar. Schwangerschaftsteste mit Frühurin sind 2-3 Tage nach Ausbleiben der Regelblutung bei bestehender Schwangerschaft sicher positiv.

Eine Schwangerschaft ist nicht (sicher) nachweisbar 3 Wochen nach einer normalen Regelblutung. Auch wenn eine Schwangerschaft im sehr frühen Stadium bestehen sollte, ist ein durchgeführter Schwangerschaftstest negativ. (Im Rahmen der künstlichen Befruchtung kann eine Schwangerschaft durch eine Blutuntersuchung auch früher nachgewiesen werden)

Ausbleiben der Regelblutung, Zyklusstörungen
Ein Antibiotikum bzw. Medikamente allgemein können bewirken, dass die Regelblutung (mit und ohne Antibabypille) zu spät, zu früh, zu schwach, zu stark kommt oder ganz ausbleibt.

Das Ausbleiben der Regelblutung (mit und ohne Antibabypille) bedeutet nicht, dass eine Schwangerschaft eingetreten ist, macht es jedoch wahrscheinlicher.

Eine Erkrankung kann bewirken, dass die Regelblutung (mit und ohne Antibabypille) zu spät, zu früh, zu schwach, zu stark kommt oder ganz ausbleibt.

Stress, im körperlichen und seelischen Sinn, kann bewirken, dass die Regelblutung (mit und ohne Antibabypille) zu spät, zu früh, zu schwach, zu stark kommt oder ganz ausbleibt.

Oft findet man keine Ursache, warum die Regelblutung (mit und ohne Antibabypille) einmalig zu spät, zu früh, zu schwach, zu stark kommt oder ganz ausbleibt.

Es gibt keine 100 % Verhütung. Auch bei regelrecht durchgeführter Verhütung kann in Ausnahmefällen zu einer Schwangerschaft kommen. Die Wahrscheinlichkeit bewegt sich allerdings in der Größenordnung, 6 richtige Zahlen im Lotto zu haben.

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© Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
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