Herbert Wagner
Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Eisenbahnstr. 52
50189 Elsdorf
Tel.: 02274 7927

 

 

 

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gynäkologische Infektionen
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Das erste Mal ......

Es ist ganz normal, wenn man das erste Mal mit Herzklopfen in eine Frauenarztpraxis kommst.

"Allein traue ich mich nicht!"
Es ist kein Problem, Mutter oder beste Freundin mitzunehmen. Bei einem Gespräch über Verhütung ist es nie verkehrt, wenn auch dein Freund Bescheid weiß.

Was geschieht beim ersten Besuch?
Eine freundliche Arzthelferin wird zunächst die Versicherungskarte in den Computer einlesen und eine Karteikarte mit den Personalien anlegen.
Nach dem Platznehmen im Sprechzimmer wird die Anamnese erhoben, also nach der medizinischen Vorgeschichte gefragt (Operationen, Medikamenteneinnahme, Erkrankungen, Allergien, Verlauf der Regelblutungen etc.).
Wie es dann weiter geht, hängt davon ab, welcher Grund in die Praxis führt.
Der häufigste Grund ist die erste Verordnung der Antibabypille.
Hier gibt es ein besonderes Vorgehen.
Vor Verordnung der Antibabypille sollte geklärt sein, ob im Unterleib alles normal ist. Hierzu gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten, dies herauszufinden:
1. Durchführung einer Ultraschalluntersuchung von der Bauchdecke
2. eine normale gynäkologische Untersuchung
Beide Untersuchungen sind in diesem speziellen Fall gleichwertig. Die meisten Mädchen favorisieren Möglichkeit 1.
Was passiert weiter?
Nachdem klar ist, dass organisch alles in Ordung ist und die Vorgeschichte bekannt ist, geht es darum detailliert über die Antibabypille zu sprechen. Alle noch offenen Fragen sollten jetzt geklärt werden. Am Ende des Geprächs erfolgt die Ausstellung des Rezeptes. Weiterhin muss noch ein Fragebogen bezüglich des Thromoserisikos ausgefüllt werden:

Ärztliche Schweigepflicht - Erfahren die Eltern etwas?
Am besten ist es natürlich, wenn ein Vertrauensverhältnis zu den Eltern besteht und mit ihrem Wissen die Praxis besucht wird. Aber das ist leider nicht immer der Fall.
Ab dem 16. Lebensjahr besteht bei Wunsch ärztliche Schweigepflicht den Eltern gegenüber. Auch in Ausnahmefällen unter 16 Jahren kann man die Schweigepflicht beanspruchen.
Wenn allerdings bei Krankheiten gesundheitliche Schäden zu befürchten sind, müssen die Eltern informiert werden.
Verordnung der Antibabypille: am besten in Absprache mit den Eltern (schriftliche Zustimmung) bis zum 16. Lebensjahr. - In begründeten Ausnahmefällen auch ohne Zustimmung bzw. Information der Eltern (Risiko-Nutzenabwägung).

"Ich schäme mich vor der ersten Untersuchung!"
Jedem Frauenarzt ist klar, dass die erste Untersuchung, die ein junges Mädchen mitmacht, etwas ganz ungewöhnliches für sie ist. Jeder Frauenarzt weiss, dass ein junges Mädchen aufgeregt ist, vielleicht auch Angst hat. Ein Grund hierfür ist, dass junge Mädcchen nicht genau wissen, wie die Untersuchung abläuft, warum was gemacht wird.
Der zweite Grund ist: Es ist das erste Mal, so als würde man das erste Mal im Schwimmbad vom Ein-Meter-Brett springen.

Wenn es Beschwerden sind, die zum Frauenarzt führen
Je nach Art der Beschwerden müssen Untersuchungen durchgeführt werden. Ist es das erste Mal bei einem Frauenarzt, werden nur die zur Abklärung des Sachverhaltes wirklich notwendigen Untersuchungen durchgeführt.

Wie erfolgt die erste Untersuchung
Vorausschicken muss man, dass eine gynäkologische Untersuchung normalerweise nicht weh tut, auch wenn man noch keinen Geschlechtsverkehr hatte. Bei der Untersuchung wird ein möglicherweise noch bestehendes Jungfernhäutchen NICHT verletzt.
Im Untersuchungszimmer gibt es eine durch einen Vorhang abgetrennte Kabine. Hier muss für die Untersuchung der (Hose und) Slip ausgezogen werden, wer einen Rock oder Kleid trägt, kann dies anbehalten und auf dem Untersuchungsstuhl hochschieben.

Normalerweise besteht die Untersuchung beim ersten Mal aus 4 Teilen. Zunächst muss man sich auf den Untersuchungsstuhl setzen/legen.
Teil 1: mit vorgewärmten metallenen Instrumenten, die mit einer Flüssigkeit gleitfähig gemacht wurden, wird in die Scheide hineingeschaut; mit einem Watteträger (vergleichbar mit einem Ohrenstäbchen) wird etwas Flüssigkeit entnommen; es dient zum Ausschluß von Scheideninfektionen.
Teil 2: Der Arzt (er hat natürlich einen Handschuh an) führt einen Finger in die Scheide ein; mit der anderen Hand tastet er den Bauch ab. Man hiermit die Größe der inneren Organe Gebärmutter und Eierstöcken abschätzen
Teil 3: Ultraschall von der Bauchdecke; seltene angeborene Fehlbildungen können so entdeckt werden.
Teil 4: Die Brust wird abgetastet, um angeborene Verhärtungen des Brustdrüsenbgewebes zu erkennen. Auch der Rücken (unreine Haut?) und andere Körperpartien werden angeschaut, um ggf. den Grad der körperlichen Reife zu erkennen.

Muss ich denn auch zum Frauenarzt, wenn ich ganz gesund bin?
Wer die Antibabypille einnimmt, sollte ca alle 6 Monate sich untersuchen lassen. Immer wieder muss sichergestellt werden, dass alles gesund ist.
Frauen (ab 20), die alle 6 Monate einen Früherkennungsabstrich von der Gebärmutter entnehmen lassen, werden nie an Gebärmutterhalskrebs erkranken.

P.S.:
Impfungen werden oft vergessen. Bis zum 18. Lebensjahr bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen alle Impfungen, Impfungen, die später selbst bezahlt werden müssen (z.B. Hepatitis B-Impfung, HPV-Impfung, etc.). Vielleicht ist es Zeit für eine Auffrischimpfung.

Nützliche links:

Die Aufklärungs-Homepage zum Besuch beim Frauenarzt: http://www.frauenarztbesuch.de
Informationen von pro Familia zum Thema Verhütung: http://www.profamilia-online.de/main.html?page=1
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung : für Jugendliche über die Themen Liebe, Partnerschaft, Sexualität und Verhütung: http://www.loveline.de
Internetberatungsstelle über Liebe, Sexualität und Partnerschaft http://www.dr-winter-team.de
Informationen zum Thema Magersucht http://www.magersucht-online.de
Informationen zu verschiedenen Ess-Störungen: http://www.uni-leipzig.de/~anorexia
Beschreibung der verschieden Verhuetungsmittel und einfache Skizzen, die die Anwendu/sieng veranschaulichen: http://www.netburger.at/aie/docs/empfaengnisverhuetung/methoden2/index.html
Informationen des Robert-Koch-Institutes zu sexuell übertragbaren Krankheiten:
http://www.rki.de/INFEKT/STD/STD.HTM

© Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Eisenbahnstr. 52., 50189 Elsdorf, Tel.: 02274 7927, Fax: 02274 4534
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