Herbert Wagner
Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Eisenbahnstr. 52
50189 Elsdorf
Tel.: 02274 7927

 

 

 

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Feigwarzen
Feigwarzen (sog. Condyloma accuminata) sind kleine Schleimhautaussprossungen im Intimbereich, vergleichbar mit einer bestimmten Art von Hautwarzen. Feigwarzen kommen sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor (Männer haben prinzipiell die gleichen Hautveränderungen wie Frauen). Ursache für sogenannte "Feigwarzen" ist die Infektion der entsprechenden Haustelle mit einem Virus (sog. Human Papiloma Virus, HPV). Zu Beginn der Beschwerden sind die einzelnen Warzen nur ca. 2 mm im Durchmesser groß, sie wachsen sehr langsam. Unbehandelt kann sich die Infektion bei eintsprechender Veranlagung jedoch im gesamten Intimbereich (Scheide, Muttermund) ausbreiten. Sowohl die Zahl der Warzen als auch die Größe kann zunehmen.

Übertragung
Die Übertragung des Virus erfolgt über die Warzen fast ausschließlich durch (Schleim-)Hautkontakt bei Geschlechtsverkehr, aber auch andere Übertragungswege sind denkbar. Die Zeit zwischen Virusübertragung und Auftreten der Warzen kann sehr unterschiedlich sein (2-10 Wochen), zumal die Warzen sehr langsam wachsen. Die Übertragung der Erregers erfolgt nicht zwangsläufig, d. h. nicht bei jedem Verkehr wird der Virus übertragen. Auch wenn der Virus übertragen wurde, muß es nicht zu den Hauterscheinungen kommen. Die genauen Zusammenhänge werden noch erforscht.

Beschwerden
Bei kleinen Veränderungen bestehen oft keine oder nur unspezifische Beschwerden (leichter Juckreiz, Fremdkörpergefühl). Die meisten Patientinnen fühlen die Veränderungen im äußeren Intimbereich.

Therapie
Die Therapie ist abhängig von der Anzahl, der Größe und der Lage der Hautveränderungen: kleine einzelne gut zugängige befallene Stellen können mit einer virusabtötenden Lösung betupft werden oder es kann eine Creme angewendet werden. Bei schlecht zugäniger Lage (z.B. in der Scheide) oder vielen und/oder großen befallenen Stellen käme eine operative Therapie (Elektrokoagulation, Laservaporasation) in Betracht.

Besonderheiten
Der Erreger bleibt unbemerkt im Intimbereich, nachdem die Beschwerden nach Behandlung abgeklungen sind. Der Viruserreger wird als Risikofaktor für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs angesehen (ähnlich wie das Zigarettenrauchen ein Risikofaktor für Herzinfarkt ist). Abgesehen hiervon hat der Erreger keinen Krankheitswert. Ohne Warzen erfolgt auch keine weitere Übertragung. - Auch der Partner muß untersucht und ggf. behandelt werden.

© Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
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