Herbert Wagner
Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Eisenbahnstr. 52
50189 Elsdorf
Tel.: 02274 7927

 

 

 

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Chlamydieninfektion
Die Entzündung wird durch einen Mikroorganismus namens Chlamydia trachomatis verursacht. Der Erreger hat ganz besondere Eigenschaften: er lebt wie ein Virus im Inneren der infizierten Zelle, hat aber den Stoffwechsel wie ein Bakterium. (Der Erreger ist beim Menschen auch Ursache für eine Infektion des äußeren Auges und einer speziellen Art von Lungenentzündung)
Dies hat Folgen: Die Erreger können sehr lange im Körpergewebe z.B. dem Gebärmutterhalsbereich und in der Harnröhre überleben, weil sie sich der normalen Körperabwehr entziehen.
Der Erregernachweis gelingt nur durch einen Spezialabstrich.
Beschwerden: Meist bestehen keine oder nur ganz gering ausgeprägte Beschwerden im Unterleibsbereich. Oft besteht über einen längeren Zeitraum schwacher gelblicher Ausfluß. Manche Patienten habe leichte Bauchschmerzen, die mal mehr, mal weniger stark sind, ohne das ein organischer Grund gefunden wird. Manchmal tritt bei Entnahme des Früherkennungsabstrich bei Entzündung des Gebärmutterhalses eine Blutung auf, deren Ursache eine Chlamydieninfektion ist.
Beim Mann verursacht die Infektion meist keine Beschwerden.
Komplikationen: unerkannt und unbehandelt kann aus der meist lokal auf den Gebärmutterhals begrenzten Entzündung eine aufsteigende Infektion von Eileiter/Eierstöcken entstehen. Dies kann zu Verklebungen und Verschluß der Eileiter führen, eine Schwangerschaft ist bei Verklebungen bzw. Verschluß der Eileiter auf normalem Weg nicht möglich!
Die Ursache einer Sterilität bei verschlossenem Eileiter ist in ca. 90 % die nicht behandelte Chlamydieninfektion.
Übertragung: Fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr, auch nach einmaligem Verkehr. In sehr seltenen Fällen über die Blutbahn
Therapie: Antibiotika in Tablettenform für 7 - 10 Tage; Es ist eine Therapiekontrolle mit Abstrichentnahme erforderlich. Der Partner muß mitbehandelt werden.
Besonderheiten: Ping-Pong-Effekt. Bei nur alleiniger Therapie der Infektion bei der Frau kann der (nicht behandelte) Partner die Frau beim Geschlechtsverkehr wieder anstecken (auch umgekehrt). Beim Mann verursacht die Infektion meist keine Beschwerden. Unbehandelt kann die Infektion dann immer wieder übertragen werden und nur durch alleinige Therapie bei der Frau nicht ausheilen..
Es ist in aller Regel deshalb eine gleichzeitige Therapie beider Lebenspartner erforderlich.
Schwangerschaft: Die Mutterschaftsrichtlinien sehen bei der Erstuntersuchung in der Schnwangerschaft die Entnahme eines Chlamydienabstrichs vor. Durch eine bestehende Chlamydieninfektion kann eine Fehlgeburt ausgelöst werden. Besteht eine Chlamydieninfektion zum Zeitpunkt der Geburt, kann sich das Kind infizieren. Es kommt dann zu einer ernst zu nehmenden Augeninfektion des Kindes

Weitere Informationen: Chlamydien (Merkblatt Pro fanilia)

© Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
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